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Dank des Reisestipendiums hatte ich die Möglichkeit, vom 3. bis 5. Juni 2026 am Internationalen Hernienkongress der European Hernia Society in Porto teilzunehmen. Besonders gefreut hat mich, dass ich diese Kongressreise im Rahmen der Professional Challenge gewinnen konnte.

Der Kongress bot über drei Tage hinweg ein hochkarätiges wissenschaftliches Programm mit zahlreichen Vorträgen, Diskussionsrunden und praktischen Trainingsmöglichkeiten. Bereits am ersten Tag wurde deutlich, wie vielfältig und innovativ sich die moderne Hernienchirurgie entwickelt hat. Besonders beeindruckt hat mich der Vortrag über die Leistenanatomie. Die komplexen anatomischen Zusammenhänge wurden hervorragend dargestellt und in einen direkten Bezug zur operativen Praxis gesetzt.

Während der folgenden Kongresstage konnte ich zahlreiche weitere Vorträge zu aktuellen Studien, modernen Netzimplantationstechniken, komplexen Bauchwandrekonstruktionen und robotisch assistierten Operationsverfahren besuchen. Ein besonderes Highlight war für mich das umfangreiche praktische Training an den robotischen Operationssystemen. An den Simulatoren und auch in Kursen bestand die Möglichkeit, verschiedene Übungen durchzuführen und die eigenen technischen Fertigkeiten gezielt zu verbessern. Die beim Kongress erworbenen Kenntnisse und das intensive Simulator Training haben dazu beigetragen, dass ich inzwischen erste robotisch assistierte Eingriffe selbst durchführen durfte.

Neben dem wissenschaftlichen Programm bot der Kongress zahlreiche Möglichkeiten zum persönlichen Austausch. Ich konnte viele bereits bestehende Kontakte pflegen und gleichzeitig neue Kolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichen Ländern kennenlernen. Die Gespräche über operative Strategien, Ausbildungskonzepte und wissenschaftliche Projekte waren ausgesprochen inspirierend und haben meinen fachlichen Horizont erweitert.

Ebenso in Erinnerung bleiben wird mir die gemeinsame Zeit mit meinen Kolleginnen und Kollegen. Neben den intensiven Kongresstagen blieb Gelegenheit, Porto mit seiner besonderen Atmosphäre zu erleben. Die gemeinsame Zeit außerhalb des wissenschaftlichen Programms bot Raum für viele interessante Gespräche und stärkte den kollegialen Zusammenhalt.

Mein herzlicher Dank gilt den Organisatorinnen und Organisatoren der Professional Challenge sowie der Deutschen Hernien Gesellschaft. Die Auszeichnung und die damit verbundene Teilnahme am Kongress waren für mich eine große Ehre und haben meine berufliche Entwicklung nachhaltig geprägt. Ich bin sehr dankbar für diese Möglichkeit und werde die gewonnenen Erfahrungen mit großer Motivation in meiner weiteren klinischen und wissenschaftlichen Tätigkeit nutzen.

Dr. med. Isabel Syben